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7. Oktober 2016

Job gekündigt!

Letzte Woche habe ich meinen Job gekündigt. Aufgrund meiner 3monatigen Kündigungsfrist werde ich also Anfang nächsten Jahres eine neue Herausforderung annehmen.

Schon lange war ich mit meiner aktuellen Situation nicht wirklich zufrieden. Ich verdiene zwar gutes Geld, aber in unserer Firma gibt es seit einiger Zeit Unruhe. Es wird um- bzw. restrukturiert. Das Unternehmen befindet sich aktuell in Schwierigkeiten, und ich denke es werden noch sehr schwere Jahre auf die Mitarbeiter zukommen. Ich sitze bzw. saß fest im Sattel, aber das Umfeld gefiel mir einfach nicht mehr. Auch die Mentalität der meisten Mitarbeiter (zu viele Bedenkenträger, kein Mitdenken / nur Abbarbeiten) missfiel mir zusehens. Auch konnte und kann ich viele Entscheidungen der Geschäftsführung nicht nachvollziehen. Gemäß dem Leitsatz „Love it, change it oder leave it“ habe ich mich schlussendlich für´s verlassen entschieden.

Ich habe jahrelang Spaß gehabt bei der Arbeit. Doch mittlerweile sehe ich mein Gehalt nur noch als Schmerzensgeld. Ich habe mich jeden Tag über irgendwas geärgert. Ich identifiziere mich nicht mehr mit meinem Arbeitgeber. Und kurz- bzw. mittelfristig ist dies noch hinnehmbar, aber langfristig nicht: Ich will nicht irgendwann mal zurückschauen mit dem Gedanken, „hätt´ ich damals mal den Mut gehabt was Neues zu machen…“.

Ich habe mich also entschieden. Ich werde die Firma nach vielen Jahren verlassen. Das war kein leichter Gang zu meinem Chef, da wir ein sehr gutes Verhältnis haben. Aber so ist das Leben!

Meine Beweggründe im Detail:
  • ich identifiziere mich nicht mehr mit „meinem“ Unternehmen
  • viele Entscheidungen sind für mich „falsch“
  • ich bin „kein Typ“ für Großkonzerne. Es gibt zu viele Zwänge und zu wenig Gestaltungsfreiräume
  • zu viele „Wichtigtuer“ und zu viel „Politik“ / jeder sieht nur sich oder seine Abteilung
  • nicht der Kunde / der Inhalt ist wichtig, sondern die Verpackung (Präsentationen, Meetings usw…)
  • gehalttechnisch waren keine weiteren größeren Sprünge möglich

Und wo gehe ich hin? Ich wechsle von einem Konzern zu einer kleinen Firma. Ich hatte auch ein Angebot eines großen Unternehmens, habe aber wegen ätzenden Leuten beim Vorstellungsgespräch abgesagt (die Chemie stimmte einfach nicht).
Kleine Firmen liegen mir. Dies sage ich aus Erfahrung. Natürlich gibt es auch hier Nachteile, aber meinem Naturell entsprechen eher kleinere, flexiblere Firmen. Ich werde einen sehr interessanten Arbeitsbereich in einer dynamisch wachsenden und profitablen Firma haben bzw. aufbauen können. Und das reizt mich sehr. Die Vorstellungsgespräche liefen super und ich fühlte mich direkt wohl.

Ich werde Gehaltstechnisch sogar einen kleinen Schritt zurückgehen. Aber auch nach der Lehre von Robert T. Kiyosaki mach dies einen Sinn. Denn in meiner neuen Anstellung werde ich
  • einen umfassenderen Arbeitsbereich haben
  • viel dazulernen und mich weiterentwickeln
  • mehr Einfluss auf Entscheidungen haben (ich kann was bewegen!)
  • auf einen Mentor zurückgreifen können
  • mein Einkommen langfristig überproportional steigern können (keine „Deckelung“ wie bisher)
  • ich werde weiterhin genug Zeit für meine Familie haben
Insgesamt für mich ein perspektivisch tolles Paket. Also packen wir es an! :-)

p.s. Dadurch, dass unsere Bude abbezahlt ist, habe ich ja eigentlich die erste Stufe meiner finanziellen Freiheit erreicht. Der Fixkostenblock beinhaltet nun keine Miete bzw. Hypothek mehr. Ich bin freier in meinen Entscheidungen. Bei einer hohen monatlichen Belastung hätte ich mir den Schritt vielleicht noch überlegt bzw. ihn hinausgezögert. Aber durch meinen erhöhten Freiheitsgrad bin ich hier meinen Zwängen nur noch bedingt ausgeliefert. Und das ist ja auch schon mal ne Erkenntnis.

Kommentare:

  1. Hi Konrad,
    Interessanter Blog! und Gratulation zu diesen Schritt! Ein Jobwechsel ist nicht immer ganz einfach, er bringt dich aber mit Sicherheit weiter. Bei mir sieht's ähnlich aus. Ich werde auch zum Jahresende meine Firma verlassen (müssen).
    Wünsche Dir viel Glück und alles gute für die Zukunft!
    Schöne Grüsse, Ralf

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  2. Hallo Ralf,

    danke für Deinen Kommentar und das Kompliment! Aber auch Dein Blog ist sehr informativ und interessant! Gefällt mir.

    Ja, ein Jobwechsel birgt auch immer Unsicherheiten mit sich, aber er wird mich mittel- bis langfristig hoffentlich/sicherlich weiterbringen. Außerdem hat man nur ein Leben, und wenn sich Chancen ergeben muss man auch mal zugreifen. Ich will nicht eines Tage zurückblicken und sagen müssen, "hätte ich damals...".

    Dir auch viel Glück und alles Gute für die Zukunft!

    VG, Konrad

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  3. Hi Konrad,
    Danke auch für das Kompliment :-)
    Deine Einstellung zum Leben gefällt mir gut!
    Ich sag immer: Enjoy your Life - Life won't wait!
    Ich habe deinen Blog mal auf meiner Webseite in die Linkliste eingetragen, damit auch andere deinen Blog finden.
    Schöne Grüsse, Ralf

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  4. Hi Ralf,

    besten Dank für die Verlinkung! Werd ich für Deinen Blog auch noch machen (...irgendwie klappt das aber noch nicht - werde ich aber noch hinbekommen).

    Viele Grüße
    Konrad

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  5. Ohja, da hast Du einen wirklichen Schritt getan.
    Ich kann Dir aber nur zustimmen und im nach hinein gratulieren.
    Selber habe ich auch mal so ein Schritt gemacht und kann Dir wirklich sagen: das alte Gehalt ist überschritten, ich arbeite jetzt vom Homeoffice ( mit allen Vorteilen als auch Nachteilen ) und ich fühle mich wieder wohl.
    Zur Zeit allerdings haben wir eine erhebliche Konjunkturdelle, aber jetzt ist auch all das Wissen und Können gefragt.

    Wir wünschen Dir viel Erfolg

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  6. Hallo plutusandme,

    vielen Dank für Deinen Post und Deine Wünsche.

    Naja, im Nachhinein ist man immer schlauer, aber es ist einfach Zeit für etwas Neues.

    Und bei Dir hat es ja geklappt, und das macht mir Mut! :-)

    Viele Grüße

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  7. Hallo Konrad,

    herzlichen Glückwunsch zu deiner Entscheidung! Du machst einen sehr befreiten Eindruck - das liest sich sehr schön!

    Wäre ich in deiner Situation, würde ich genauso entscheiden. Derzeit bin ich sehr glücklich mit meinem Job, dem Team und sogar dem manchmal komischen Management. Sollte sich das irgendwann ändern und ich morgens nicht mehr gerne zur Arbeit gehen, werde ich mich auch umschauen nach Alternativen.

    Unsere Lebenszeit ist einfach zu kurz und wir verbringen zu viel Zeit mit dem Job um dort unglücklich zu sein.

    Viel Erfolg weiterhin mit deinem Blog

    Herzliche Grüße
    Marielle

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  8. Hallo Marielle,

    vielen Dank für Deine netten Worte!

    Ja, manchmal gibt es Abzweigungen im Leben. Gehe ich nun links auf den bekannten Pfad weiter oder biege ich rechts ab? Ich beschreite jetzt mal einen neuen Weg und bin gespannt, was mich auf meiner Reise erwartet!

    Ich war jetzt nicht todunglücklich in meinem Job. Soweit muss es ja gar nicht erst kommen. Aber es war Zeit für eine Veränderung.

    Euch auch weiterhin alles Gute. Ihr habt ja auch einen sehr interessanten Blog.

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